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Geschichte 2019-02-11T15:17:12+00:00

Die Geschichte von Schloss Freudenstein

Mittelalter

Schloss Freudenstein wurde im Hochmittelalter, Anfang des 13. Jahrhunderts, vermutlich von den Eysenbrand von Freudenstein erbaut. Spätestens ab dem 15. Jahrhundert war das Schloss aber im Besitz der adeligen Familie Fuchs von Fuchsberg. Sie erweiterten die ursprünglich aus zwei kleinen Burgen bestehende Anlage Ende des 16. Jahrhunderts zu einem umfangreichen Schloss. Über dem Eingang befindet sich die Jahreszahl 1519. Die St.-Andreas-Kapelle wurde ebenfalls 1519 errichtet und 1532 geweiht.

Die Freudensteiner Linie der Fuchs von Fuchsberg bestand bis 1550. Das Geschlecht wurde später zu „Freiherren von Freudenstein“ erhoben und gehörte seit 1634 dem Grafenstand an. Die Familie Fuchs von Fuchsberg erlosch 1828.

Der ungebräuchliche italienische Name Castel Lodrone wurde von Ettore Tolomei kreiert und leitet sich von dem Trentiner Adelsgeschlecht der Lodron ab, die das Anwesen ab 1716 besaßen.

Neuzeit

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts erwarb Freiherr Heinrich von Siebold, ein österreichisch-ungarischer Legationssekretär das Anwesen und lies es historisierend renovieren, umbauen, erweitern und zu dem Anwesen in seinem heutigen Erscheinungsbild umgestalten. So wurden der Osttrakt erhöht und die vornehme Innenausstattung erweitert. Er kaufte viele alte Stücke – so z. B. eine schöne gemalte Decke von 1693, mehrere alte Öfen und ein altes Burgtor.

Das Schloss wird von einer polygonalen Ringmauer umgeben und enthält zahlreiche gotische Elemente. Darunter fallen z. B. die Flachschnitzereien aus der Zeit der Spätgotik im Kapellenzimmer. Des Weiteren finden sich im Wohntrakt Wandmalereien und der große Saal ist mit Rötel- und Kohleinschriften verziert. 1968 ging Schloss Freudenstein an Bernhard Walterscheid-Müller-ein industrielle aus Köln. Dieser ließ das Schloss um 1970 sanieren und als Kongress und Eholungszentrum einrichten. 1987 erwarb es Dr. Hans Meraner aus St. Michael.

Heute

Einige Jahre später ging das Schloss in den Besitz der Unternehmerfamile Gostner. Diese ließen auf dem nördlichen Schlossareal einen Übungsgolfplatz anlegen, der heute noch als Driving Range für den Golfplatz in Bozen benützt wird, bis dieser komplett fertig gestellt ist. Die Familie Gostner hat Schloss Freudenstein einige Jahre selbst bewohnt. Nachdem das Schloss nun einige Jahre leer stand, hat die Familie Fink/ Gostner das Zepter entschlossen in die Hand genommen und erweckt das Areal Stück für Stück wieder zum Leben.

Das Anwesen wird seit Frühjar 2016 mit viel Liebe zum Detail renoviert und die ersten Renovierungsarbeiten sollten bis Juli 2017 soweit abgeschlossen sein. Ab diesem Zeitpunkt wird das traumhafte Anwesen für Veranstaltungen jeglicher Art genutzt.

Die Kappelle

Die St.-Andreas-Kapelle wurde ebenfalls im 13. Jahrhundert errichtet. Sie war dem heiligen Andreas geweiht und wird erstmals 1231 erwähnt. Diese kleine Kirche hatte sogar mal einen eigenen Mesner. In Zusammenhang mit eben dieser Kirche wird 1379 erstmal auch der Name „Freudenstein“ genannt. Es ist hier die Rede von „bona S. Andree de Freudenstayn“, von Grundstücken, die der Andreas Kapelle auf Freudenstein gehören. Um 1519 ließen die damaligen Besitzer Fuchs von Fuchsberg dei Kapelle in moderenen Spitzbogenstil umbauen und mit drei einfachen Dachtürmchen versehen. Im einem Türmchen hängt eine Im Jahr 1680 gegossene Glocke. In dieser Kapelle wurde einst täglich Messe gelesen und zwar von einem eigenen Priester oder Burgkaplan. Erst mit der Errichtung der Lokalkaplanei von St. Michael im Jahr 1786 endeten diese privaten Schlosskapläne.